Mit Bewegungsrucksack in die Ferien gestartet

Liebe Leichtathletikfamilie, wir als Leichtathletik Sonneberg e. V. waren mit viel neuem sportlichen Tatendrang ins Jahr 2020 gestartet. Für die Kleinsten im Alter von 2 bis 4 Jahre haben wir zu Beginn des neuen Jahres eine Trainingsgruppe, und zwar unter der Leitung von Tatjana Mi Michelis und Lilly Eisermann, ins Leben gerufen und auch in unseren anderen Trainingsgruppen war ein stetiger Zuwachs an neuen Trainingskindern zu verzeichnen, so dass wir momentan auf 120 Kinder und Jugendliche im Altersbereich 2 bis 18 Jahre blicken können. Mein Dank gilt an dieser Stelle der hervorragenden Arbeit unserer Übungsleiter und Trainer👏🏻

Unsere Veranstaltungen für 2020 waren geplant und in der Umsetzung schon sehr weit vorangeschritten. Es wäre sicherlich wieder eine tolle Sportsaison 2020 gewesen. Doch dann kam im März d.J. das große AUS für uns alle. Wir fuhren alles auf NULL runter, Trainings- und Wettkampfbetrieb. Wir haben alle, Vorstand, Trainer, Eltern und vor allem die Kinder und Jugendlichen, von Woche zu Woche, dann Monat zu Monat gehofft, wieder in einem normalen Modus überzugehen. Doch die Bestimmungen von DLV, DOSB, LSB bis hin zum Land Thüringen sowie Landkreis und Stadt Sonneberg waren klar und eindeutig. Trainingsbetrieb nur unter Benennung eines Hygienebeauftragten und Hygienekonzeptes bei Nutzung der Sportstätten sowohl in Sporthallen als auch auf dem Sportstättengelände. Man musste die Gruppengrösse (zuerst 5 Athleten pro Trainer, danach Lockerung bis zu 10 Athleten) beachten, den Mindestabstand von 1,50 m einhalten und es war kein Körperkontakt unter den Sportlern bzw. zwischen Trainer  und Athleten gestattet. Die anderen Einschränkungen führe ich hier mal nicht noch auf. Der Vorstand und unsere Trainer haben wirklich alles im Sinne unserer Trainingskinder, aber auch unter der Berücksichtigung der Tätigkeit unserer Übungsleiter, sowie alle Möglichkeiten der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes geprüft und sind zu folgendem Entschluss gekommen: 

1. Da unsere Trainingsgruppen eine Gruppenstärke von 10 und mehr Kindern haben und pro TG ein Trainer zur Verfügung steht, ist ein erhöhter Aufwand zur Organisation des Trainingsbetriebes erforderlich. Ob sich das für die Restzeit von 4 Wochen bis zum Schuljahresende rechnet, wird angezweifelt. Hier hatten wir die Eltern unserer Trainingskinder um Verständnis gebeten. 

2. Ausnahme zur Aufnahme des Trainingsbetriebes war unsere Jugendtrainingsgruppe. Da die Gruppe von zwei Trainerinnen, Lavinia Bulov und mir, betreut werden, haben wir unsere Gruppe aufgeteilt und den Wald als neuen Trainingsort gewählt. Natürlich hier unter Berücksichtigung der Hygienebestimmungen, die von den Eltern bestätigt werden mussten. 

3. Alle bis einschließlich dem Hermann-Pistor-Lauf geplanten Sportveranstaltungen unseres Vereins sind bzw. werden für 2020 abgesagt. 

Auch wenn nun wieder Sportveranstaltungen unter der Bedingung von Mindestabstand und Zuschauer von 200 Personen unter Vorlage eines Hygienekonzeptes genehmigt werden, muss man auch abwägen, wie weit man sich als Verein zum Fenster rausbeugen will. Ich mache es mal am Hermann- Pistor-Lauf fest: In den letzten Jahren haben wir eine konstante Teilnehmerzahl von 300 bis 350 Teilnehmern. Davon sind mehr als 200 Läufer Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahre. Wie soll der Mindestabstand auf diesem Terrain aussehen bzw. eingehalten werden? Wie begrenze ich die Zuschauerzahl? Ist es dann noch eine Sportveranstaltung, vor allem für Kinder und Jugendliche, die Spaß zusammen mit Eltern und Großeltern haben wollen? Und wie sieht es für den Veranstalter und seine ehrenamtlichen Helfer aus? 

Es tat unseren Übungsleitern, aber auch unseren Vorstandsmitgliedern weh, wenn sich manche Mutti oder Papa in unseren Chats nach der Wiederaufnahme des Trainings erkundigten, und wir die Information rüberbringen mussten, dass bis Schuljahresende kein Training stattfinden wird. 

Doch in unserer letzten Sitzung hatte unsere Übungsleiterin Claudia Preissinger eine wunderbare Idee. Dies sollte wenigstens  eine kleine Entschädigung für die „verlorene“ Trainingszeit sein. Unsere Trainingskinder von 4 bis 13 Jahre erhalten zum Schuljahresende einen BEWEGUNGSRUCKSACK. In diesem Rucksack befinden sich vom Sprungseil, über Bumerang bis hin zur Malkreide kleine Sportgeräte u. a., was zum Bewegen in der freien Natur anregt. Unterstützt wird dies durch eine altersgerechte Spielanleitung für ein und mehrere Kinder. 

Insgesamt nahmen 71 Kinder ihren BEWEGUNGSRUCKSACK in einem Wert von ca. 25 Euro von Vorsitzenden Steffen Bergmann in den Tagen vor Schuljahresende entgegen. Die nicht abgeholten Rucksäcke gingen letztendlich an die Vorschulkinder der Kitas Bienenschwarm und Villa Kunterbunt in Sonneberg. 

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unseren Sponsoren VR-Bank Coburg eG, LIKRA Sonneberg und Thüringer Energienetze für die finanzielle und sachliche Unterstützung unserer Aktion👍🏻

Eure Kati Nimz